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SchuPs Tagung Viersen '14

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Rückblick auf die SchuPs-Tagung 2014 in der LVR-Hanns-Dieter-Hüsch-Schule, Viersen-Süchteln

Tach auch, liebe Kolleginnen und Kollegen,

viel zu schnell ist sie vorbei gegangen, diese wunderbare Tagung mit ihrer Mischung aus niederrheinischem Ernst und Frohsinn, wie sie Hanns Dieter Hüsch, der Namenspatron unserer Gastgeberschule, in seinen Texten immer wieder zum Ausdruck gebracht hat.
SchuPs-Tagung Viersen, das waren unter anderem Berichte aus zehn Bundesländern und der Schweiz, das war dreimal Klaviergeleit in den Arbeitstag, das waren sechs Fachvorträge von drei Chefärzten, einem Professor der Psychologie, einem Dezernenten und einer Diplompsychologin. Hinzu kamen zahlreiche Diskussionen an den Thementischen der Referenten im Anschluss an ihre Vorträge.
SchuPs-Tagung Viersen, das waren aber ebenso 12 Workshop-Themen, die von den Kolleginnen und Kollegen der HDH-Schule vorbereitet und z.T. an beiden Tagen angeboten wurden.

Zu Gast waren 200 Lehrerinnen und Lehrer von Krankenhausschulen aus der gesamten Bundesrepublik und der Schweiz. Unzählige Gespräche wurden geführt. Es wurde diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.
SchuPs-Tagung Viersen, das waren aber auch drei abendliche Buffets (ital., rhein., span.) und zwei Kulturabende (Trio Bernshteyn: Klezmer meets Hüsch; Cover-Band Dry, Viersen)
Für den fachlichen Input sorgten die morgendlichen Vorträge, die ich hier kurz umreiße: (Umfassendere Informationen finden sich demnächst im Downloadbereich der SchuPs-Homepage.)

Dr. Ingo Spitczok (Viersen) eröffnete den Reigen der Vorträge mit der These: „Weder Hochbegabung noch Intelligenzminderung schützen vor weiteren Problemen.“ Deshalb benötigen immer wieder Kinder und Jugendliche psychiatrische Hilfestellung. Für Schule und Therapie hat es sich bewährt, die jungen Menschen dort abzuholen, wo sie stehen (üblicherweise), laufen (Anorexia Nervosa) oder liegen (Depression). Die Aufgabentrennung von SfK und KJP beschrieb Spitczok pragmatisch: „Sonderpädagogik ist das was die Schule macht, Therapie ist das was die Therapeuten machen. Entscheidend für die erfolgreiche Arbeit mit den Patientinnen und Patienten sei die gemeinsame Überzeugung „Wir schaffen das!“
Als zweiter Redner warb Prof. Dr. Rainer Dollase (Bielefeld) dafür, „guten Unterricht“ nicht dem Zufall zu überlassen. Weltweit existieren über 1 Mio. Studien über Unterricht, über die es wiederum zahlreiche zusammenfassende Metastudien gibt. Als besonders empfehlenswert führte Dollase die Studie von Hattie (2011/2014) an. Aus den insgesamt 150 Faktoren für guten Unterricht kristallisiert er eine überschaubare Zahl heraus. (z.B. Lehrerglaubwürdigkeit, Klassendiskussionen, Lehrerklarheit, Professionelles Feedback, Lehrer-Schüler-Beziehung …) Dollase stellte den Schüler als wichtigste Person allen pädagogischen Wirkens noch einmal deutlich in den Vordergrund, denn er muss in seinem Kopf ein taugliches Bild von Wirklichkeit entstehen lassen, wobei wir Lehrer ihn anleiten und ihm helfen. Dabei können wir nicht alles wissen. Die Lernenden haben jedoch einen Anspruch auf die Mitteilung unseres Expertenwissens.
Dr. M. Buscher (Viersen) widmete sich am zweiten Tag dem Thema Inklusion. Aus der grundsätzlicher Haltung „Wir (alle Ärzte und Patienten) sind doch Teile der selben Schöpfung“  heraus gestaltete er seinen Vortrag über die Arbeit mit Intelligenzgeminderten. Er wünschte sich Schulen, die diesen Kindern „einen Erfahrungsraum zu Verfügung stellen, in dem sie sich als wirksame Teile eines Ganzen erleben können. Dabei befürwortete er auch in Zukunft ein spezialisiertes Angebot für Menschen mit Intelligenzminderung. Den aktuellen Inklusionstrend hinterfragte er mit „wie viele gemeinsame Aktivitäten bleiben eigentlich den inkludierten Kindern am Nachmittag im Feierabendbereich“?
Michael Röder entwickelte auf der Grundlage eines „stärkenorientierten Menschenbildes“ das Modell des Kompetenzorientierten Lernens. Lehrer fungieren  als Lernbegleiter der Kinder in einem „Steinbruch“ des Wissens und der Fähigkeiten. Durch geeignete Settings und Aufgabenstellungen ermöglichen sie den Kindern, Kompetenzen zu erlernen und zu vertiefen. „Das Thema kreist im Gehirn und sucht Andockpunkte.“ Da jeder Mensch auf andere Weise lernt, ist es hilfreich, viele „Andockangebote“ zumachen. Die Kunst des Pädagogen ist es, „eine Aufgabe zu finden, in die sich alle mit ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit einfinden können.“
Der erste Samstagsvortrag gehörte dem Therapiehund Glaesir, dem es gelungen ist, sogar einen autistischen Jungen zum Gedankenlesen zu bringen. Sehr anschaulich und überzeugend berichtete die Dipl.Psych. Monika Tegethoff (Viersen) von ihrer Arbeit mit dem Hund.
Den abschließenden Vortrag hielt Dr. Freya Hahn (Viersen) über ihre Arbeit auf der Station für substanzabhängige Kinder und Jugendliche. „Im Gehirn haben wir so’n bisschen Job-Sharing“. Ein Teil ist für die Emotionen zuständig, ein anderer Teil für die Ordnung. Während der Adoleszenz (12-25 J.) entwickelt sich der Emotionsteil schneller als der Ordnungsteil. Deswegen haben Jugendliche so große Lust auf extreme Emotionen. Die Jugendlichen haben während dieser Entwicklungsphase eine insgesamt hohe Risikobereitschaft, auch beim Umgang mit Alkohol und Drogen. Die Folge sind u.a. 1,8 Mio. alkoholabhängige und weitere 1,6 Mio. alkoholmissbrauchende Jugendliche / junge Erwachsene. Hilfe bietet Entzug (3 Wochen, freiwillig) und Reha (6 Monate, freiwillig). Sehr häufig liegen bei Abhängigen Komorbiditäten im psychosozialen Hintergrund (z.B. Familie, Schulabschluss, Intelligenzminderung …). Die Reha ist dadurch sehr aufwändig. Meist muss ein neues Zukunftsmodell entwickelt und angestoßen werden.

Ich freue mich auf ein Wiedersehn in München und grüße alle Kolleginnen und Kollegen herzlich
Bernd Giesen, SfK Datteln
 

 

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21. November 2017, 09:06
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Hamburger Erklärung

Hamburger Erklärung: Im Rahmen der SchuPs-Tagung in Hamburg 2013 wurde die sogenannte Hamburger Erklärung verabschiedet. Hiermit fordert die Schule für Kranke eine deutschlandweite Anpassung der Schulen für Kranke durch die Ministerien der einzelnen Bundesländer an die Veränderungen der Medizin.
linke Seite unter HAUPTMENÜ

Bilder Leipzig 2017

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